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Newsflash

Die Weltreisen der Ida Pfeiffer

Die 1797 in Wien geborene Ida Pfeiffer war 44 Jahre alt, als sie allein und ohne grössere finanzielle Mittel zu ihren Weltreisen aufbrach.

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Sao Paulo – Megacity

Nach Prognosen der Vereinten Nationen werden 2008 mit rund 3,3 Milliarden erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land leben. Viele von ihnen in Megacities mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. 1950 gab es mit New York und Tokio zwei Städte dieser Größe!

Was versteht man unter ‚Megacity’?

Die Vereinten Nationen definieren Megacity als städtischen Ballungsraum mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Laut UN-Definition wird es 2015 wohl 22 Megacities geben, die meisten davon in Asien. Rund 300 Millionen Menschen leben derzeit in Riesenstädten, in zehn Jahren wird ihre Zahl voraussichtlich auf 350 Millionen steigen. Oder anders ausgedrückt: Bei einer Gesamtbevölkerung von 6,65 Milliarden Menschen lebt bereits jetzt knapp die Hälfte in Städten – vor allem in Asien.

Probleme in diesen Ballungsräumen sind immens:
Gerade in den Schwellen- und Entwicklungsländern kämpfen die Megastädte mit einer unzureichenden Nahrungsversorgung, Mangel an Wohnraum, Hygiene- und Gesundheits-problemen, hoher Arbeitslosigkeit, überfüllten Verkehrswegen, Umweltverschmutzung und steigenden Kriminalitätsraten. Rund 30% der Städter – etwa 1 Milliarde Menschen-leben gegenwärtig in Slums.

Nach Tokio, Mexiko-Stadt und New York steht Sao Paulo an vierter Stelle dieser Riesen-Metropolen.
Der Zustrom in die Städte setzt eine gewisse Planung voraus. Genau dies findet aber häufig in vielen Entwicklungsländern/Schwellenländern nicht statt. Oder aber es werden Pläne entworfen, die von der Wirklichkeit überrollt werden. Kein Stadtplaner kann vorbereitet sein auf die Verzehnfachung der Einwohnerzahl in wenigen Jahren! Häufig entstehen Wohnbauten völlig unkontrolliert und selbst organisiert. Reiche schotten sich aus Angst vor Übergriffen ab, die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Viele Menschen verlassen Zeit ihres Lebens ihre Stadt oder ihren Stadtteil nicht.

Die Entwicklung der Städte zu Megacities und ihre wirtschaftliche Bedeutung: 
Die Metropole des Staates wird zum wirtschaftlichen Motor des gesamten Landes. Diese Riesenstädte besitzen entwicklungspolitisch eine Vormachtstellung gegenüber anderen Landesteilen. Damit wird die wirtschaftliche Entwicklung der übrigen Regionen gebremst und die Abwanderung in die Megastädte unbewusst gefördert. Die Gründe liegen auf der Hand: es locken vor allem die Verdienstmöglichkeiten die arme Landbevölkerung in die Städte. Eine Umsiedlung in die Stadt bietet zudem häufig eine bessere medizinische Versorgung und vielfältigere Bildungsmöglichkeiten. 

Ereignisse wie Erdbeben und Wirbelstürme treffen Ballungsräume besonders hart.
Aber schon mittlere Katastrophen haben verheerende Folgen - für Mensch und Wirtschaft.
Hinzu kommen die ständigen Bedrohungen wie die Verschmutzung der Luft und des Wassers und Krankheiten wie die Lungenseuchen oder das Dengue-Fieber. Es gilt, riesige logistische und ökologische Probleme zu lösen. 

Die Chance ‚Megacity’

Neben allen Schattenseiten sehen Bevölkerungsexperten aber auch Chancen in der Entwicklung der Megastädte - sei es in wirtschaftlicher oder infrastruktureller Hinsicht. Kultur und Bildung finden in Städten statt.
Medizinische Versorgung, Bildungschancen und wirtschaftlicher Aufschwung - alles Dinge, die nur in Städten möglich sind. Von daher werden die Städte auch in Zukunft keine andere Chance haben als zu wachsen.  

Geschichte

Die kleine, von Einwanderern gegründete Siedlung im Sumpfland wuchs und wuchs: in die Breite, in die Höhe, ins Bewusstsein der Welt.
Um 1900 hatte New York die alten Metropolen London und Paris überholt und wurde zum Urbild der Big City: Hauptstadt des Fortschritts, des Entertainment, des Verkehrs, des Verbrechens, der dicken Luft. Jahrzehnte später stellte der Satiriker Ephraim Kishon fest, Amerika sei eigentlich nur ein sauberer Vorort von New York. Heute aber ist der "Big Apple" - rechnet man das Umland ab - längst aus der Top Ten der Mega-Cities abgestiegen.

Die schiessen anderswo, in Asien, wie Pilze aus dem Boden.  

Blicken wir auf Sao Paulo, so sind die Anfänge ähnlich klein, aber nicht unbedeutend:

1554: kleine Siedlung portugiesischer Jesuiten, 300 Jahre lang leben dort Goldgräber, Sklaven, Abenteurer 
Mitte des 19 Jhd .: Im Zentrum der Stadt entsteht ein Ring von kleinen Bauernhöfen, ländliche Struktur

1875-1915:
ländliche Gebiete werden allmählich von der sich immer weiter ausbreitenden Stadt „aufgefressen“  - Immigrationswellen aus Europa und Asien – Deutsche Siedler im Süden Brasiliens, in Sao Paulo, im Osten, in den nördlichen Küstenregionen

Nach 1940: bestehende Freiräume zwischen den umliegenden Vorortgemeinden und dem Stadtzentrum werden ausgefüllt. Es entstehen Industrie und Wohngebiete  

Mitte des 20 Jhd .: - Kaffeeanbau bewirkt Bevölkerungsanstieg - Plantagenbesitzer errichten in der Stadt Handelshäuser - Eisenbahnen und Straßen werden gebaut - industrieller Aufschwung

Heute: Megacity
- ca. 18 Mio. Menschen leben in Sao Paulo und Grossraum, faktisch jeder neunte Brasilianer (August 2007)
 
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